Herzlich Willkommen zur Vokationstagung in Drübeck
Der Vokationskurs beginnt am Donnerstag, 12.03.2026, um 9.30 Uhr und endet am Freitag, 13.03.2026, nach dem Gottesdienst gegen 17:30 Uhr.
Bitte bestätigen Sie Ihre Teilnahme über das Anmeldeformular.
Aus vorangegangenen Vokationskursen wissen wir, dass es bei einigen Lehrerinnen und Lehrern bezüglich der Teilnahme am Vokationskurs Befürchtungen gibt. Deshalb möchten wir Ihnen an dieser Stelle zusagen, dass die Vokation zuerst eine Vertrauenserklärung der Kirche an Sie als Religionslehrerinnen und -lehrer darstellt. Mit der Vokation sagen wir – als Vertreterinnen und Vertreter der Kirche – Ihnen zu, Sie bei der Wahrnehmung Ihres verantwortungsvollen Dienstes zu unterstützen. So ist die Vokation nicht Fessel, sondern Stütze – nicht Auflage, sondern Angebot – nicht Belastung, sondern Stärkung. All dies soll in der Vokationstagung deutlich werden. Sie lernen uns kennen und erleben den Rückhalt der Gemeinschaft, fachliche Förderung und Unterstützung.
Der Grund für die Erteilung der Vokation an Sie als staatliche Lehrkräfte liegt in der Besonderheit des Religionsunterrichtes. Dieser ist das einzige ordentliche Lehrfach, das im Grundgesetz und in der Verfassung der Länder verankert ist und vom Land und von den Kirchen als gemeinschaftliche Aufgabe verantwortet wird. Die staatliche Seite sorgt für die Rahmenbedingungen, die Religionsgemeinschaft für die inhaltliche Ausrichtung sowie die Begleitung der Lehrkräfte. Aus diesem Grund werden Lehrerinnen und Lehrer, die das Fach Evangelische Religion an öffentlichen Schulen unterrichten, durch die Erteilung der Vokation von der evangelischen Kirche für diesen besonderen Unterricht beauftragt.
Was Sie noch wissen müssen
In unseren Tagungshäusern finden wir auch Möglichkeiten zur Unterbringung von Kindern und Begleitpersonen. Gerade für frisch gebackene Eltern in Elternzeit oder im Berufseinstieg möchten wir mit dieser Möglichkeit eine weitere Option der Teilnahme schaffen. Für Fragen und individuelle Absprachen steht Ihnen Frau Ivonne Groß gern per Mail unter ivonne.gross@ekmd oder telefonisch (0391 / 5346388) zur Verfügung.
Die Vokationstagung endet mit einem feierlichen Gottesdienst, in dem Sie Ihre Vokation erhalten und für Ihren Dienst gesegnet werden. Zu diesem Gottesdienst, der am Freitag, um 16.00 Uhr in der Klosterkirche Drübeck stattfindet, können Sie gerne Ihre Familie, Freunde und Kollegen einladen. Vor dem Gottesdienst ab 15 Uhr laden wir Sie und Ihre Gäste zu einer festlichen Kaffeetafel ins Eva-Hessler-Haus ein. Wir bitten Sie, uns die Anzahl Ihrer Gäste im Anmeldeformular mitzuteilen.
Während der Tagung wird es ausreichend Zeit zur Verständigung über die Vokation und deren Bedeutung geben. Wenn Sie sich im Vorfeld damit auseinandersetzen möchten, können Sie die aktuell gültige Vokationsverordnung auf unserer Homepage www.religionsunterricht-ekm.de finden.
Mit dem Pkw
Kloster Drübeck liegt direkt an der B 6 zwischen Wernigerode und Ilsenburg. In Drübeck folgen Sie dem Hinweisschild „Evangelisches Zentrum“. Bei Anreise über die neue vierspurige B 6n nehmen Sie die Ausfahrt „Wernigerode-Nord“ (Gewerbegebiet) und fahren in Richtung Elbingerode/Schierke bis zur Ampelkreuzung (Hasseröder Brauerei). Dort biegen Sie rechts ab in Richtung Ilsenburg und fahren über Darlingerode nach Drübeck. Parkplätze finden Sie auf dem neuen Parkplatz direkt an der Straße.
Mit dem Zug
Wenn Sie Ihre Fahrkarte bis Darlingerode lösen, können Sie dort aussteigen und einen kleinen 1,5 km-Fußweg (Fuß- bzw. Radweg, ohne Steigungen) zurücklegen, um zum Kloster Drübeck zu kommen. Sie können aber auch bis Ilsenburg fahren und sich dort ein Taxi nach Drübeck bestellen (Taxi Duttig: 03 94 52 / 96 60). Die Kosten hierfür tragen Sie selbst.
Programm für Donnerstag
ab 9:30 Uhr: Ankommen, Anmelden
Die Tagung startet im Marie-Veit-Saal, unserem Seminarraum im Eva-Hessler-Haus. Dort erwartet Sie vor dem Beginn der Tagung bereits ab 9.30 Uhr der Check-In mit den Formalien und ein Willkommenskaffee.
Ihre gebuchten Zimmer stehen erst ab Nachmittag zur Verfügung. Den Zimmerschlüssel erhalten Sie 16 Uhr an der Rezeption.
10:00 - 10:30 Uhr: Meet and Greet - Begrüßung und Vorstellungsrunde
10:45 - 12:00 Uhr: Im Worldcafe
- Religionslehrer:in bin ich geworden, weil …
- Da wurde ich nach meiner Einstellung, meiner Haltung, meinem Glauben gefragt …
- Diese Beiträge leistet mein Religionsunterricht zum Gemeinwesen und zur Demokratie …
- Über die Zukunft des Religionsunterrichts denke ich …
Wichtige Überlegungen, Ideen und Fragen werden in diesem gemeinsamen Dokument festgehalten.
12:00 Uhr: Geistlicher Impuls am Mittag
12:30 - 13:30 Uhr: Mittagspause
13:30 - 14:30 Uhr: Das Medienzentrum der EKM entdecken
14:30 - 16:00 Uhr: Über Neutralität und Positionalität im Evangelischen Religionsunterricht nachdenken
- Was verstehen Sie persönlich unter Neutralität und Position?
- Was bedeutet die Unterscheidung für Ihre Beruflichkeit und Ihren Unterricht?
Formulieren Sie konkrete Gedanken und Fragen. (3 Minuten Think/7 Minuten Pair) - Ein Satz meiner Gesprächspartner:in, den ich gehört habe … (Für das Plenum)
Nachdenken über Rahmungen, Bereiche & Didaktik
Der Koblenzer Konsent im Diskurs
- Das war mir neu, interessant, bedenkenswert …
- Das gibt es bereits in meinem Unterricht … So arrangiere ich das …
- Halten sie wichtige Überlegungen im gemeinsamen Etherpad fest.
16:00 - 16:30 Uhr: Kaffeepause und Möglichkeit zum Zimmerbezug
16:30 - 18:00 Uhr: Positionalität von Schüler:innen situationsbezogen erarbeiten
Schulartenspezifische Simulationen in kleinen Gruppen zu diskriminierenden Aussagen aus der Schülerschaft, von Eltern oder aus dem Kollegium.
18:00 - 19:00 Uhr: Abendessen
19:15 - 20:15 Uhr: Gemeinsame Vorbereitung des Vokationsgottesdienstes
20:30 Uhr: Segen zum Abend
ab 20:45 Uhr: Gemeinsamer Tagesausklang
Programm für Freitag
ab 07:30 Uhr: Frühstück und Räumen der Zimmer
09:15 Uhr: Geistlicher Impuls am Morgen (Bibelarbeit)
10:15 - 12:15 Uhr: Positionalität und Vokationsvorhalt
Vor dem Hintergrund der gestrigen Gespräche schauen wir auf den Vokationsvorhalt.
Der Religionsunterricht ist im Freistaat Thüringen, im Land Sachsen-Anhalt und im Freistaat Sachsen an öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ein ordentliches Lehrfach. Für die Erteilung des Evangelischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen im Kirchengebiet benötigen Lehrkräfte eine kirchliche Bevollmächtigung durch die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland bzw. die Evangelische Landeskirche Anhalts. Die Bevollmächtigung beinhaltet das kirchliche Einverständnis mit der Erteilung des Religionsunterrichts durch die Lehrkraft. Zugleich enthält sie eine Zusage der Kirche zur Unterstützung der Lehrkraft durch Fortbildungsangebote, fachliche und persönliche Beratung sowie Begleitung bei der Wahrnehmung des Dienstes in der Schule.
Liebe Lehrerinnen und Lehrer, liebe Schwestern und Brüder!
Nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift ist die Kirche Jesu Christi gesandt, allen Menschen das Evangelium weiterzusagen. Alle Getauften sind in diesen Auftrag einbezogen. Eine besondere Aufgabe haben die, die Religionsunterricht erteilen. Gemeinsam mit Menschen unterschiedlicher Überzeugung suchen wir Antworten auf die Herausforderungen und Probleme unserer Zeit. Dabei ist uns Christinnen und Christen die biblische Botschaft Ermutigung, Orientierung und kritischer Maßstab. Es gehört zum pädagogischen Auftrag der Schule, dass die Schülerinnen und Schüler auf ihrer Suche nach Orientierung und Sinn begleitet werden. Besonders wichtig ist dabei, Schülerinnen und Schüler als eigene Persönlichkeiten zu achten, ihnen zuzuhören und sie mit ihren Hoffnungen und Ängsten ernst zu nehmen.
Unsere Kirche dankt Ihnen, dass Sie sich als Pädagoginnen und Pädagogen dieser Aufgabe stellen und sagt Ihnen zu, Sie bei der Ausübung Ihrer Tätigkeit zu unterstützen. Wir vertrauen Ihnen, dass Sie den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Evangelischen Kirche und nach den geltenden Rahmen-Richtlinien durchführen.
Wir sagen Ihnen zu, Ihren Rat zu hören und zu bedenken. Wir brauchen Ihr Engagement und Ihre Hinweise. Darum bitten wir Sie, Ihre Erfahrungen uns und den Gemeinden weiterzugeben.
Wir erwarten von Ihnen, dass Sie diese Vokation zurückgeben, wenn Sie nach Ihrer Überzeugung dem Anspruch der biblischen Botschaft nicht mehr entsprechen können und das auf Gegenseitigkeit beruhende Vertrauensverhältnis für Sie nicht mehr besteht.
Für Ihre Arbeit wünschen wir Ihnen Freude und Gottes Segen.
Grundlage Ihres Dienstes ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es bezeugt ist in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments, und wie es immer wieder neu in die Lebenssituation von Menschen hinein ausgelegt wird. Stellvertretend für die Glaubenszeugnisse der Christenheit wollen wir gemeinsam unseren christlichen Glauben bekennen und dazu stehen:
Glaubensbekenntnis
Frage
Liebe Schwestern und Brüder, so frage ich euch nun alle vor Gott und seiner Gemeinde: Seid ihr bereit, euch zu diesem Dienst berufen und dazu senden zu lassen, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
Lehrerinnen und Lehrer: Ja, mit Gottes Hilfe.
Im Vertrauen auf Gottes Wort und seine Zusage bevollmächtigen wir Sie zu Ihrem Dienst.
12:30 - 13:30 Uhr: Mittagspause
13:30 - 14:30 Uhr: Im Gespräch mit Regionalbischöfin Bettina Schlauraff
zu Fragen der Lehrerinnen und Lehrer.
14:30 - 15:00 Uhr: Feedback und Rückblick auf die Tagung
Noch kein Feedback vorhanden
Noch kein Feedback vorhanden
Noch kein Feedback vorhanden
Noch kein Feedback vorhanden
Noch kein Feedback vorhanden